Dasselbe Team. Unterschiedliche Ziele.
Ein Spieler sucht mehr Druck, ein anderer möchte sich trauen, den Puck anzunehmen, und ein dritter möchte mit Freunden spielen. Ein gemeinsames Thema kann unterschiedliche Herausforderungen bieten, ohne Ambition zu einem festen Etikett zu machen.
Von LineupDesigner
Aus dem Traineralltag von Mikael Persson, dem Entwickler von LineupDesigner und Trainer von SKÖVDE HC 2017.
Über den EntwicklerDie Situation
Spieler gleichen Alters können unterschiedliche Ambitionen, körperliche Entwicklung und Selbstvertrauen haben. Ein Spieler, der einen Drill dominiert, braucht vielleicht eine schwierigere Entscheidung, ein anderer mehr Zeit mit dem Puck. Ein festes Etikett erklärt all das nicht.
Probiere das in der nächsten Einheit
Frage jeden Spieler, was er verbessern möchte. Erkläre den Zweck des heutigen Trainings und vereinbart eine beobachtbare Herausforderung: den Puck unter Druck anzunehmen, eine Anspielmöglichkeit anzubieten oder vor der Puckannahme zu entscheiden. Passe Raum, Zeit oder Gegner so an, dass jeder Spieler es versuchen kann. Prüfe, ob die Herausforderung geholfen hat, statt das von der Gruppeneinteilung anzunehmen.
Hypothetisches Beispiel
Hypothetisches Beispiel: Teile 12 Feldspieler in drei Vierergruppen ein, die auf jeweils einer kleinen Fläche mit einem Puck 2v2 spielen. Alle üben, den Puck anzunehmen und einen Weg aus dem Druck zu wählen. Bei einem Spieler, der Zeit braucht, startet der Gegner eine Schlägerlänge weiter entfernt; bei einem Spieler, der mehr Druck sucht, startet er näher. Wechsle bei jedem Neustart, wer den Puck bekommt, damit beide versuchen können, Initiative zu ergreifen.
Die Beispiele veranschaulichen Abläufe zum Ausprobieren und beschreiben keine gemessenen Ergebnisse.
Auf dem Eis nachprüfen
Prüfe, ob jeder Spieler den Zweck und seine Herausforderung mit eigenen Worten erklären kann. Frage, ob er Gelegenheit hatte, es zu versuchen, und was er beim nächsten Mal ausprobieren möchte. Vergleiche die Antworten mit deinen Beobachtungen auf dem Eis, bevor du die Herausforderung anpasst.
In LineupDesigner
Nutze aktuelle Fähigkeitseinschätzungen und Mitspielerpräferenzen bei der Gruppenvorbereitung. Behandle sie als Arbeitsinformationen, die du aktualisierst. Erfasse nach der Einheit die tatsächlichen Teilnehmer, wenn die Statistik zeigen soll, wer dabei war.
Was du selbst prüfen solltest
Ein größerer Körper beschreibt für sich genommen nicht die Entscheidungsfähigkeit, und ein stiller Spieler ist nicht zwangsläufig unmotiviert. Der Algorithmus misst weder Ambition noch Reife. Du beurteilst die Situation und passt die Herausforderung an den Spieler vor dir an.